Wenn es ein Reiseziel in der Normandie gibt, dass ihr auf keinen Fall versäumen dürft, dann ist es die Bucht des Mont Saint-Michel. Mont-Saint-Michel liegt direkt an der Gren­ze zwi­schen Nor­man­die und Bre­ta­gne. Die Felseninsel liegt in der Normandie, aber die Bucht des Mont Saint-Michel gehört zur Bretagne. Der Fluss Couesnon trennt die beiden Regionen und schlägt Mont Saint Michel der Normandie zu.

Mont Saint Michel ist ein absolutes Traumreiseziel. Das Kloster bzw. die Abtei, die auf einer einsamen Insel im Wattenmeer liegt, sieht aus wie Hogwarts, die Schule aus Harry Potter. Der erste Bau entstand ca. im 8. Jh., das Kloster wurde dann im 11. Jh. in 500-jähriger Bauzeit erschaffen. Die Insel gehört seit 1979 zum UNESCO-Weltkulturerbe.

Die Geschichte der Mont-Saint-Michel

Im Jahr 1017 wurde mit dem Bau des heute noch erhaltenen Klosters begonnen. Schon weit vor der Fertigstellung der Abtei wurde Mont-Saint-Michel zum Wallfahrtsort christlicher Gläubiger. Bereits im Jahr 966 zogen Benediktinermönche in das Kloster ein. Als Pilgerstätte erlebte die Insel im Mittelalter ihre erste Hochphase. Die Gläubigen strömten in Scharen hierher. Während des Hundertjährigen Krieges wurde Mont-Saint-Michel zur Festungsanlage umgebaut, mit massiven Mauern und Türmen. Diese hielten sowohl gegen die Engländer als auch gegen die Protestanten Stand. Während der Französischen Revolution wurde das Kloster zum Gefängnis umfunktioniert und diente zur Verwahrung der unterschiedlichsten Regimegegner. Erst Kaiser Napoleon III. ließ das Dorf restaurieren und etwa in den Zustand versetzen, in dem er sich jetzt befindet.

In der Bucht des Mont Saint-Michel herrschen die stärksten Gezeiten Europas. Bei Ebbe zieht sich das Meerwasser extrem zurück und es entsteht eine ebene Fläche, bei Flut füllt sich diese innerhalb kürzester Zeit wieder. Das Beobachten der Gezeiten am Mont Saint-Michel ist ein unvergessliches Erlebnis. Über eine Brücke gelangt ihr ganzjährig tideunabhängig auf den Mont-Saint-Michel, außer an einigen Tagen im Jahr. Ein Zugang ist dann während einer guten Stunde nicht möglich. Eine Übersicht über die Gezeiten am Mont Saint-Michel findet ihr hier.

Wattwandern am Mont Saint-Michel

Während unseres Besuchs konnten wir sehen, wie die Menschen zu Fuß durch die Bucht des Mont-Saint-Michel am Kloster angekommen sind. Die von uns angesprochenen Guides empfehlen, die Wanderung allerdings nur mit einem kundigen Führer zu unternehmen. Zum einen, weil ihr dann weder in Treibsand noch in zu hohes Wasser geratet und zum anderen, weil die Guides vieles über die Geschichte des Klosterbergs sowie über die Flora, Fauna und Ökologie der Bucht zu erzählen haben.

Durch die Gassen schlendern

Das Kloster liegt im obersten Bereich der Insel, darunter liegen die Wohnhäuser, die früher für die Mönche und kurzzeitig für Gefängnisinsassen verwendet wurden. Hier befinden sich Shops, Restaurants und Souvenirläden. Wir empfehlen euch, links und rechts abzubiegen und oben auf die Mauer zu gehen. Von dort habt ihr einen herrlichen Blick. Oben am Kloster angekommen, müsst ihr für die Besichtigung Eintritt bezahlen.

Blick von der Stadtmauer
Blick in die Gassen
Mont-Saint-Michel

Ticket und Eintrittspreise

Wenn ihr das Kloster Mont Saint-Michel von innen besuchen möchtet, müsst ihr Eintritt bezahlen. Eintrittstickets für den Mont Saint-Michel kosten 11 Euro.

Kostenlosen Eintritt erhalten:

  • Personen unter 18 Jahren (Familie)
  • 18- bis 25-Jährige (EU-Bürger oder Personen mit Wohnsitz in Frankreich)
  • Menschen mit Behinderung und ihre Begleiter
  • Besitzer der Kultur-Karte – Karte ICOM
  • Alle Besucher am ersten Sonntag von November bis einschließlich März

Um lange Warteschlangen in den Sommermonaten zu umgehen, empfehlen wir euch, ein Ticket online zu kaufen. In den Herbstferien konnten wir die Tickets vor Ort ohne Wartezeit direkt am Kloster kaufen.

Erzengel Michael
Blick von Oben
Rundgang Innenhof

Besuchertipps
  • Der Rundgang umfasst viele Stufen.
  • Der Zugang ist für Menschen mit eingeschränkter Mobilität sehr schwierig.
  • Hunde sind verboten (ausgenommen Blinden- und Assistenzhunden).

Parken

Es ist egal, aus welcher Richtung ihr kommt, das Leitsysteme führt euch zum großen offiziellen Parkplatz mit etwa 4.000 Parkplätzen. Von hier aus lauft ihr ca. 15 Minuten bis zur Brücke des Klosters.

Parkplatz für Wohnmobile: P8

Der Parkplatz für Wohnmobile erlaubt das Parken für 24 Stunden.

Der genaue Wortlaut auf der offiziellen Webseite lautet: Es ist verboten, auf dem Parkplatz zu übernachten. Das Parken über Nacht ist erlaubt, aber der Park darf unter keinen Umständen als Übernachtungsplatz für Wohnmobile dienen. Es gibt keine Wasser- oder Stromversorgung.

Shuttle

Vom Parkplatz aus gibt es einen Shuttle, der im Parkpreis enthalten ist und alle 10 Minuten fährt. Der Shuttle startet direkt beim Shuttlebahnhof, stoppt dann noch mal bei den Schranken vor der Brücke und fährt dann über die Brücke bis zur Insel.

Mit dem Fahrrad zum Mont-Saint-Michel

Wir haben unser Wohnmbil etwa 2,5 Km weit entfernt in den Feldern geparkt. Tagsüber konnten wir hier gut stehen. Übernacht ist es nicht erlaubt. Von Ihr aus sind es ca. 10 Minuten mit dem Fahrrad. Was wir nicht wussten, ihr könnt mit den Rädern über die Brücke fahren und direkt auf der kleinen Insel parken.

Radtour zum Mont Saint Michel
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